investigativ

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Das Gift der Mafia und das europäische Gesetz des Schweigens

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„Ndrangheta lautet der Name der im süditalienischen Kalabrien agierenden Mafia. Ihre Haupteinnahmequelle ist neben dem Handel mit Drogen die illegale Entsorgung von Giftmüll. 1989 gilt als eine Art „Geburtsjahr“ kalabrischer Giftmüllskandale der dort ansässigen Mafia ‚Ndrangheta: Rein zufällig wurden im Ort Santa Domenica Talao in der Provinz Cosenza 60 Tonnen Krankenhausmüll entdeckt, die illegal in einem Firmenofen verbrannt werden sollten. Ein Jahr später strandete das Schiff „Jolly Rosso“, das vermutlich Giftmüll transportierte, nahe dem Küstenort Amantea. Das Schiff wurde abgewrackt. Was mit dem Müll wirklich geschah, bleibt Spekulation. Große Teile der tödlichen Fracht werden im nahe gelegenen Tal Oliva vermutet. Dort wurden bei Analysen toxische Substanzen und Cäsium-137 im Boden festgestellt.

Mehr als 100 solcher Schiffe sollen im Mittelmeer mit Giften jeder Art an Bord versenkt worden sein. In Kalabrien selbst stehen zudem mehr als 600 Müllkippen auf der staatlichen Sanierungsliste. Seit mehr als 20 Jahren schlagen Umweltaktivisten Alarm schlagen und  warnen davor, dass Kalabrien zur Müllkippe Europas verkommt. Von Seiten der zuständigen Umweltbehörden ist bisher wenig geschehen. Stattdessen wurden Ermittler kaltgestellt, Prozesse verschleppt und brisante Akten verschwanden in den Archiven.
Doch es gibt Bewegung in der Giftmüllszenerie Kalabriens. Seit 2013 leitet Federico Cafiero De Raho, der zuvor die Müll-Mafiosi rund um Neapel aufmischte, die Staatsanwaltschaft der Provinz Reggio Calabria. Nun intensivieren kalabrische Staatsanwälte und die Parlamentarische Anti-Ökomafia-Kommission in Rom ihre Ermittlungen im illegalen Müllgeschäft. Ein ARD-Team macht sich in Deutschland, Frankreich und Italien auf Spurensuche. Ermittler, Experten, Aktivisten, Informanten und Mafia-Aussteiger kommen dabei zu Wort. (arte/RB)

Il veleno della Mafia e il silenzio europeo
Italian Version

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Grüß Gott, Gams – Felix und die Wildschützen der Berge

wikipedia

„Grüß Gott Gams – Felix und die Wildschützen der Alpen ist ein deutscher Dokumentarfilm, der im Jahr 2008 den Preis Kamera Alpin in Gold beim Berg- und Abenteuerfilmfestival Graz im Bereich Alpine & fremde Kulturen gewonnen hat. Der Film erlebte am 24. Juni 2008 im Ersten seine Fernsehpremiere.“

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Deutschland im Visier – Das geheime Netz der kalabrischen Mafia

BR24:

„Mafia in Bayern: Die Arbeitsweise der ‚Ndrangheta

Mit Kokain verdient die ‚Ndrangheta Milliarden. Doch wohin mit dem kriminellen Geld? Vergraben kann es die Mafia nicht, daher wäscht sie einen Gutteil davon. Pizzerien eignen sich für die dunklen Geschäfte der ‚Ndrangheta besonders gut.
Im Juli 2010 warnte das Bundeskriminalamt (BKA) vor zunehmender Kriminalität italienischer Banden in Deutschland. Mehrere Hundert mutmaßliche Mafia-Mitglieder leben demnach dauerhaft hier, mehr als die Hälfte sollen dem Syndikat mit dem sperrigen Namen ‚Ndrangheta angehören. „Bezogen auf das Investitionsverhalten und die Geldflüsse der Clans werden die Hinweise immer deutlicher, dass in Deutschland Investitionen in großer Höhe vorgenommen werden, hauptsächlich im Gastronomie- und Hotelgewerbe“, hieß es weiter aus BKA-Quellen. „Investitionen in großer Höhe“ – das bedeutet im Klartext: Da ist Geldwäsche im Spiel. Aufgrund der für sie vorteilhafteren Gesetzeslage wählen Mafiosi dazu lieber ein Land wie Deutschland als Italien.
Das Geld wird gewaschen, weil es kriminell erworben wurde. Die Mafia verfügt über horrende Summen. Laut Francesco Forgione, dem Ex-Vorsitzenden des Mafia-Ausschusses im italienischen Parlament, machen ‚Ndrangheta, Camorra und Cosa Nostra zusammen einen Jahresumsatz zwischen 120 und 180 Milliarden Euro (Angaben von 2009).
Das entspricht mindestens fünf Prozent des Bruttoinlandprodukts Italiens. Einer der lukrativsten Zweige der Schattenwirtschaft ist der Handel mit Rauschgift, vor allem mit Kokain. Darauf hat sich besonders die ‚Ndrangheta spezialisiert, die diesen internationalen Markt inzwischen weitgehend kontrolliert. Clans der Organisation beziehen den Stoff im Wesentlichen über Seerouten von südamerikanischen Drogenkartellen. Rotterdam, Hamburg und Antwerpen sind die drei wichtigsten europäischen Häfen, wo das weiße Pulver ankommt.
Mit Kokain erzielt die Mafia riesige Gewinnspannen, zumal sie nach Angaben von Mario Huber, Leiter des Dezernats für Organisierte Kriminalität am Landeskriminalamt in München, mittlerweile Zwischenhändler auf dem Weg des Stoffes von Kolumbien oder Peru nach Europa ausgeschaltet hat. Für ein Gramm Kokain zahlt die ‚Ndrangheta 2,50 Euro an südamerikanische Drogenbarone. Im Verkauf kostet das Gramm 60 Euro.
So verdient die ‚Ndrangheta schätzungsweise jährlich mehr als 30 Milliarden Euro allein durch illegalen Rauschgift-Handel. Die Organisation sei eine „Holding des Drogenmarktes“, sagt Forgione – und „Deutschland ein Zentrum des Kokainhandels“.
Auch wenn die ‚Ndrangheta ursprünglich aus Kalabrien kommt, sitzen ihre Bosse längst auch anderswo, vor allem in Mailand. Diese verstehen sich heutzutage weniger als allmächtige „Paten“ denn als Geschäftsleute, die in Büros mit schicken Designer-Möbeln residieren – wie ein Gutteil ihrer Kunden: In der 1,3-Millionen-Metropole Mailand leben italienischen Experten zufolge etwa 130.000 regelmäßige Konsumenten der Modedroge Kokain.
Dessen leistungssteigernde Wirkung schätzen längst nicht nur mehr unter Ausdauerdruck stehende Partylöwen, sondern auch gestresste Rechtsanwälte, Ärzte oder Hochleistungssportler. Kokain muss man sich leisten können, es ist kein Stoff für Junkies und Aussteiger.
Pizzeria mit Drogen-Lager.“

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Gold, Gulag, Gewalt – Magadan

Wikipedia:

„Vadim Alekseyevich Kozin (Russian: Вадим Алексеевич Козин; March 21, 1903 – December 19, 1994) was a Russian tenor and songwriter.
Vadim Alekseyevich Kozin was born the son of a merchant in Saint Petersburg to Alexei Gavrilovich Kozin and Vera Ilinskaya in 1903. His mother was a gypsy and often sang in the local gypsy choir. Their house was frequently full of musicians, exposing Vadim to tradition from an early age.
He began to sing professionally in the 1920s, and gained success almost immediately. In the 1930s he moved to Moscow and began playing with the accompanist David Ashkenazi.
During World War II he served in the entertainment brigade and sang for Soviet troops.
In 1944, shortly before the birthday of Stalin, the police chief Lavrenty Beria called him up and asked why his songs didn’t involve Stalin. Kozin famously replied that songs about Stalin were not suited for tenor voices. In late 1944, Kozin was sentenced to five years in jail as part of the repression campaign against prominent Soviet performers and was sent to the Magadan labour camps because of his alleged homosexuality.
He was initially released in 1950 and was able to return to his singing career. Though released once again several years later, he was never officially exonerated and remained in exile in ‚the spa Magadan‘ -as he called it- until his death. Speaking to journalists in 1982, he explained how he had been forced to tour the Kolyma camps: „The Politburo formed brigades which would, under surveillance, go on tours of the concentration camps and perform for the prisoners and the guards, including those of the highest rank.“
In 1993, while being interviewed by Theo Uittenbogaard for the TV documentary Gold – Lost in Siberia, he recalled how he was released from exile temporarily and flown into Yalta for a few hours, because Winston Churchill, unaware of Kozin’s forced exile, had asked Stalin for the famous singer Vadim Kozin to perform, during a break in the Yalta Conference, held February 4–11, 1945.
Also in 1993, Anna Sadovnikova and Christian Gramstadt made a report (SAT.1) and a film („Gold, Gulag, Gewalt“, ORB) about the Magadan-Susuman area, which included an interview with Vadim Kozin and recorded his famous Magadan song in his Magadan flat.
His prison sentence deeply traumatized Kozin, leading to the cessation of his singing career. He even began burning his own records, to the point where his friends were forced to hide their own copies from him in order to preserve them. The Soviet government never officially rehabilitated him and his 90th birthday was celebrated in private among friends in Magadan.
He died at the age of 91 in 1994.
Marc Almond included songs from Kozin’s repertoire on his 2003 album Heart on Snow and went on to record the album Orpheus in Exile on which he covers Kozin’s songs exclusively. The latter was released on September 7, 2009, to wide critical acclaim.“

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Eiskalt durch die Oder-Neissen – Eine Rumäne will nach Deutschland

Welt:

„Deutschland ist für EU-Ausländer beliebt. Besonders häufig kommen Menschen aus Osteuropa. Sie sind oft höher qualifiziert als andere Zuwanderer und bremsen so den Fachkräftemangel ab.
Seit 2010 hat sich die Zuwanderung aus dem EU-Ausland fast verdreifacht: 634.000 Europäer kamen 2016 nach Deutschland. Im Rekordjahr 2015 waren es sogar noch rund 50.000 EU-Zuwanderer mehr. Rumänien bleibt weiterhin das Hauptherkunftsland. Insgesamt stammen wie im Vorjahr fast vier Fünftel der 2016 zugezogenen EU-Ausländer (77 Prozent) aus Osteuropa.
Ob Schlachtfabriken, Werften, Landwirte oder Bauunternehmen – alle sind auf Arbeitskräfte aus anderen EU-Staaten angewiesen. Auch die Altenpflege wäre ohne die bis zu 400.000 osteuropäischen Hilfen im Haushalt kaum mehr finanzierbar.

Seit 2010 hat sich die Zuwanderung aus dem EU-Ausland fast verdreifacht: 634.000 Europäer kamen 2016 im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit nach Deutschland. Das geht aus dem neuen EU-Freizügigkeitsmonitoring des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hervor, das auch der WELT vorliegt. Im Rekordjahr 2015 waren es demnach sogar noch rund 50.000 EU-Zuwanderer mehr. Rumänien bleibt weiterhin das Hauptherkunftsland mit 171.000 Zugewanderten im Jahr 2016, gefolgt von Polen (123.000) und Bulgarien (67.000).
Insgesamt stammen wie im Vorjahr fast vier Fünftel der 2016 zugezogenen EU-Ausländer (77 Prozent) aus Osteuropa. Das sind die sogenannten EU-8 (Polen, Estland, Lettland, Litauen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn), für die seit 2011 die vollständige Freizügigkeit gilt. Hinzu kommen Rumänien, Bulgarien und Kroatien.

Gemessen an dieser enormen Wanderungsbewegung aus Osteuropa fallen die Zuzüge aus dem von hoher Arbeitslosigkeit geplagten Süden gering aus. Laut Freizügigkeitsmonitoring kamen 14,5 Prozent (92.000) aus den vier überschuldeten Staaten Griechenland, Italien, Portugal und Spanien. Im Zuge der europäischen Schuldenkrise hatte sich der Zuzug aus diesen Staaten erhöht, zuletzt jedoch wieder abgeschwächt.
Bürger der übrigen EU-Staaten im Westen und Norden Europas zieht es seltener nach Deutschland. Nicht einmal jeder zehnte europäische Zuwanderer kommt aus diesen Ländern.
Deutschland ist mit Abstand das beliebteste Ziel für Zuwanderer aus der EU. Seit 2010 verzeichnete die Bundesrepublik gegenüber jedem einzelnen Mitgliedstaat kontinuierlich Wanderungsgewinne: 2016 wanderten 294.000 EU-Ausländer mehr ein als wieder zurück. Im Rekordjahr 2015 lag der Wanderungssaldo, also die Differenz von Zuzügen und Fortzügen, allerdings noch um 23 Prozent höher.“

„Akut“-Beiträge

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„Akut“ war das politische Magazin von SAT.1, begleitet von Dieter Kronzucker, der 1990 zum Privatsender SAT.1 gewechselt war, wo er 1991 das Politmagazin Quadriga und später Berater des Nachfolgeprojekts „Akut“ wurde.

Die Mama der Mafia ist die ‚Ndrangheta

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BR 2003:

Kalabrien ist ohne seine Mafia, die sogenannte Ndrangheta, heute leider kaum mehr vorstellbar. Im Windschatten der großen Polizeiaktionen gegen die Cosa Nostra auf Sizilien und die Camorra in Neapel hat es die kalabrische Mafia geschafft, sich im Stillen stetig auszubreiten. Heute hat sie bereits ein Netzwerk im Piemont, in der Lombardei, in Emilia-Romagna, Ligurien und in Südtirol. Darüber hinaus unterhält sie Operationsbasen und Ruhezonen im Ausland. So in Australien, den Staaten des früheren Ostblocks sowie weiteren europäischen Ländern, Kanada und Lateinamerika. Auch in Deutschland soll sie mittlerweile zu den gefährlichsten Mafia-Organisationen gehören und permanent aktiv sein. Die ‚Ndrangheta „engagiert“ sich in vielen Bereichen: Diebstahl, PKW- Schmuggel, Entführung, Geldwäsche, Schutzgelderpressung, Drogenhandel sowie der illegale Transport von Sonder- und atomarem Müll gehören dazu. Ein Milliarden-Geschäft der organisierten Kriminalität. Im Herzen Kalabriens, der Gebirgskette des Aspromonte, ist die Ndrangheta nicht zu kontrollieren. Hier ziehen die Familienclans die Fäden, hier treffen sich an geheimen Orten die Oberhäupter. Sogenannte Schutz-Dörfer, die oft als zu 100 Prozent mafiös gelten, gewähren Verfolgten Unterschlupf. Ein Kreis von Killern ist ständig abrufbar. Nachwuchsprobleme hat die Ndrangheta keine, der Reiz, Mafioso zu werden, scheint ungebrochen zu sein: 1999 wies die Statistik Kalabrien als Region mit der höchsten Arbeitslosenquote Italiens aus. Bei den Jugendlichen allein erreichte sie 28 Prozent

Christian Gramstadt, Stefano Mensurati und Patrizia Venditti sind in das Aspromonte-Gebirge gereist, haben die Arbeit des Chef-Ermittlers hautnah verfolgt, mit Opfern gesprochen und die Hochburgen der Ndrangheta besucht.“


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