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Should I stay or should I go? Jizchak Schwersenz

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wikipedia 
„Schwersenz wurde als Sohn jüdischer Kaufleute geboren. Er war seit seiner Kindheit in der zionistischen Jugendbewegung, zuerst in dem religiös-orthodoxen Jugendbund Esra, dann ab seinem dreizehnten Lebensjahr dem jüdischen Pfadfinderbund Kadima. Kurz vor seinem Abitur an einem Realgymnasium befand er sich mit einer Jugendgruppe in Holland, wo er von der Machtergreifung der Nationalsozialisten überrascht wurde. Aus Angst vor der Gestapo blieb er in Holland, um dort den Gemüseanbau für Palästina zu lernen. Von Holland kehrte Schwersenz 1935 auf Bitten Josef Burgs, des Leiters des „Bundes religiöser Pioniere“, zurück nach Deutschland und übernahm Leitungsaufgaben in jüdischen Jugendgruppen.[3] Er betreute in Köln ein Heim der Jüdischen Jugendhilfe und besuchte parallel dazu bis Ende 1936 die Jüdische Religionsakademie, ein ehemaliges Lehrer-Seminar. Im Januar 1937 ging Schwersenz als Vertretungslehrer für eine beurlaubte Lehrerin an das Jüdische Landschulheim Herrlingen. Er war begeistert von der Person Hugo Rosenthals, der zionistischen Atmosphäre der Einrichtung und dem fortschrittlichen erzieherischen Geist der Einrichtung. „Besonderen Eindruck machten auf mich, als traditionell-jüdischen Menschen, die Bemühungen um eine modern-religiöse Erziehung.“[2] Von Rosenthal erhielt er den Rat, die Schule wieder zu verlassen, um nach Berlin zu gehen, dort das Abitur nachzumachen und an der Jüdischen Lehrerbildungsanstalt[4] die Lehrbefähigung für die Grundschule zu erwerben. Schwersenz folgt diesem Rat und holt an der Adass-Jisroel-Gymnasium[5] das Abitur nach, um anschließend an der Jüdischen Lehrerbildungsanstalt zu studieren. Ende Februar 1939 legt er das Lehrerexamen ab. Parallel zu Schule und Studium war Schwersenz seit 1938 aktiv in der Organisationen der Kinder- und Jugend-Alijah und beim zionistischen Pfadfinderbund Makkabi Hazair. 1939 wird er der Leiter der Jugend-Alijah-Schule in der Choriner Strasse 74 in Berlin. „Ende 1941, bei einer gemeinsamen Feier von Simchat Thora, dem letzten Fest der Herbstfeiertage, hatte Jizchak Schwersenz die schwere Aufgabe, seinen Schülern Mitteilung vom bevorstehenden Beginn der Deportationen zu machen. Mit Beginn der Deportationen schloß die Schule. Es gelang ihm allerdings, einen Teil der Schüler in der als ‚Gartenbauschule Wannsee‘ getarnten Außenstelle der Schule bis 1942 weiter zu unterrichten. Danach wurde jeglicher Unterricht für Juden verboten. Schüler wie Lehrer wurden zu Zwangsarbeit verpflichtet.“ Jizchak Schwersenz arbeitete in der Großküche der jüdischen Gemeinde und transportierte das Essen in die Sammellager und Fabriken, in denen Juden Zwangsarbeit leisten mussten. Als ihm im August 1942 die Deportation drohte, ging er auf Drängen Edith Wolffs in den Untergrund. Die beiden versammelten im Februar 1943 jüdische Jugendliche aus seinem ehemaligen Schülerkreis und der zionistischen Jugendbewegung um sich, um sie auf ein Leben in der Illegalität vorzubereiten. „Diese Gruppe, die bald vierzig Mitglieder umfasst, nennt sich Chug Chaluzi (Pionierkreis). Sie ist die einzige bisher bekannte zionistische Untergrund-Gruppe, die in Deutschland in dieser Form besteht, und kann sich länger als ein Jahr am Leben halten. Die Mitglieder eint der Wille ‚durchzuhalten‘, die Deportierten in den Lagern des Ostens zu unterstützen und zu versuchen, sich durch die Flucht ins Ausland zu retten.“ Am 23. Februar 1944 gelang Schwersenz mit Unterstützung von Luise Meier und Herbert Strunck die Flucht von Singen (Hohentwiel) nach Schaffhausen in der Schweiz (Singener Fluchtroute).[9] Die beiden Fluchthelfer werden später für diese und weitere Unterstützungsaktionen schwer bestraft: Herbert Strunck wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet, Luise Meier verhaftet und erst durch die Amerikaner befreit. Schwersenz wurde in der Schweiz zunächst unter dem Verdacht der Spionage inhaftiert. Die Jüdische Kultusgemeinde Schaffhausen konnte jedoch seine Freilassung erwirken. Er wurde in ein Flüchtlingslager bei Zürich eingewiesen. Im Februar 1944 unterstützte er von dort aus zionistische Jugendgruppen, die in Deutschland im Untergrund arbeiteten. In seiner Zeit im Schweizer Exil erhielt er den Fahrtennamen Zick. Durch die Unterstützung von Nathan Schwalb konnte Schwersenz in Zürich Geschichte, Geographie und Pädagogik studieren und auf diese Weise auch das Flüchtlingslager verlassen. Nach seinem Abschluss 1949 arbeitete er als Lehrer bei der Israelitischen Kultusgemeinde Zürich. Schon während seines Studiums baute er den zionistischen „Bund jüdischer Pfadfinder der Schweiz“ auf. Ab 1946 betreute er Waisen der Shoa. 1953 wanderte er nach Israel aus und arbeitete dort bei den Pfadfindern. Er war als Lehrer tätig und engagierte sich in der deutschsprachigen Gemeinde in Haifa und im Verein der Jeckes, wie die jüdischen Einwanderer aus Deutschland genannt wurden. Er unterrichtete jüdische und arabische Jugendliche, so dass sich sein Haus zu einem Treffpunkt für Jugendliche jeder Herkunft und Religion entwickelte. Mitte der 1970er Jahre landete eine deutsche Pfadfindergruppe auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit bei ihm. Zunächst wenig erfreut von dem ungeladenen Besuch, nahm Schwersenz diese Jugendlichen als „andere Deutsche“ wahr. In der Folge besuchten ihn immer wieder deutsche Pfadfinder- und Jugendgruppen. 1979 reiste er auf Einladung der Stadt Berlin nach Berlin und hielt dort Vorträge an Schulen. Danach begann seine Vortragstätigkeit an weiteren deutschen Schulen. Die Verbundenheit mit Deutschland, der „alten Heimat“, und der deutschen Sprache und Kultur ließen ihn nach Deutschland zurückkehren. Ab 1991 lebte Jizchak Schwersenz wieder in Berlin. Er war Ehrenmitglied des Vereins „Hand in Hand International“. Der VCP-Stamm in Reutlingen wurde nach ihm benannt.“

Tutto Napoli – Voll Neapel

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Pizzofalcone, Stadtviertel südlich der beliebten Einkaufsstraße Via Ciaia, hier wohnen aufgeklärte Adelige, die ihre aufgeklärten Mitbürger verachten – vor allem die, die das alte Neapel verlassen haben und auf den luftigen Vomero-Hügel gezogen sind.
Giuseppe Giannuzzi Savelli Baron di Pietramala ist so einer, er zählt zum Hochadel. Auf den Stammbaum kommt es in Neapel unbedingt an, und seiner verzeichnet gleich zwei Päpste. Die Auszeichnung, Ehrenritter des Malteserordens zu sein, ist ihm sehr wichtig. Der Baron wohnt mitten im historischen Zentrum – am Platz Santa Maria degli Angeli – zwischen arm und reich. 500 Quadratmeter misst seine Wohnung im Carafa-Palast. Hier fühlt sich der Baron am Puls Neapels. Vor die Tore der Stadt fährt er selten – höchstens, um alte Freunde im berühmten Adelsbad, dem Bagno Elena, zu treffen. Dort ist er unter seinesgleichen, und die Angestellten sind so antiquiert wie italienisch.
Lungomare, Promenade am Meer mit den besten Hotels. Hier, in einer kleinen Seitenstraße wohnt Maria Rosaria Scognamillo. Mit 28 hat sie sich von ihrem Mann scheiden lassen. Vier Jahre ist das her. Geblieben sind ihr die Tochter und die Mutter, die sie als Busfahrerin über die Runden bringen muss. Neapel ist die Stadt mit dem chaotischsten Verkehr, den meisten Kleinkriminellen und der größten Zahl an Philosophen. Doch für zeitraubende Theorien hat Maria keine Zeit. Acht Stunden täglich im überfüllten Bus, quer durch Neapel – da hat sie in all‘ den Jahren nur die Enzyklopädie der Flüche studieren können. Die aber bis zur Perfektion.
Sanitá, ein Stadtteil, den kein Reiseführer betritt. Zu viel Armut, zu wenig Sehenswürdigkeiten. Hier lebt Enrico Laetizia, 18 Jahre, dunkelblondes Haar und blaue Augen. Mit seiner Mutter wohnt er in einem so genannten Basso, einer 40 Quadretmeterwohnung, die unterhalb des Trottoirs liegt. Die Mutter putzt, er will Neomelodico werden – ein Held der modernen Schnulze. Eine CD hat er schon pressen lassen: Carezze napoletane – neapolitanische Zärtlichkeiten. Die Mutter hat über 1.000 Euro Erspartes für sein Gesangstalent eingesetzt. Da war er neun.
2.500 Jahre Geschichte, eine Million Gesichter – Neapel: Die einen hassen die Stadt als Brutstätte von Dieben und Betrügern, andere verehren sie als Vulkan spontaner Gefühle. Der Film beobachtet den Alltag der drei Protagonisten und fängt am Rande typisch neapolitanische Storys ein, den Duft der Stadt: Voll Neapel – Tutto Napoli eben. Eine informative Dokumentation.

Das große Comeback – Josef Bulva

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Musik Heute
„Josef Bulva ist einer der schillernden Pianisten des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Karriere des Virtuosen befand sich stets zwischen Aufstieg und Fall.  In den 50er Jahren galt der 1943 in Brünn geborene Bulva als Wunderkind. Er überzeugte das Konzertpublikum mit Spitzenwerken der virtuosen Klavierliteratur und war ein willkommenes Aushängeschild der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik. 1971 wurde seine rege Konzert- und Aufnahmetätigkeit durch einen schweren Unfall abrupt beendet: Bei einem Unfall erlitt er 54 Knochenbrüche. Acht Monate steckte er in einem Gipskorsett.
Nach seiner Genesung nutzte Josef Bulva eine Auslandstournee zur Flucht in den Westen, wo er intensiv an seinem Comeback arbeitete. Bald feierte ihn die Fachwelt als „Pianist des wissenschaftlichen Zeitalters“ (Joachim Kaiser) und Steinway verlieh ihm das Attribut „Pianist unter den Pianisten“. Auf dem Gipfel seiner Karriere geschah 1996 das nächste Unglück: Bei einem Unfall wurde Josef Bulvas linke Hand zertrümmert. Seine pianistische Karriere galt damit als beendet.
Bulva zog sich aus dem musikalischen Leben zurück, gab aber das Klavierspiel nie auf. Nach etlichen Operationen trainierte er täglich, koordinierte seine Arme und Beine neu. Im Herbst 2010 kehrte Josef Bulva erfolgreich auf die Bühne zurück. Die Dokumentation zeigt die Stationen im Leben des Ausnahmepianisten, die Höhepunkte seines künstlerischen Schaffens, den tiefen Fall und seinen grandiosen Neustart.“

Alptraum Venedig – Eine Deutsche will Gondoliera werden

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presseportal.de:
„Für die meisten der 404 Gondoliere von Venedig ist die Deutsche ein echtes Ärgernis. Doch das beeindruckt die 32-jährige Alexandra Hai wenig. Sie verfolgt ihren Lebenstraum – auch wenn der sich allmählich zum Albtraum auswächst. Sie will Gondoliera werden, die erste Frau im traditionsreichsten venezianischen Männerbund. In der Geschichte der Stadt ein einmaliger Vorgang, ein verwegener Plan. Denn die Schwierigkeiten sind enorm: Eine wenige Familien teilen sich das Geschäft auf Venedigs Kanälen, Lizenzen sind rar und die Boote teuer. Die größte Klippe aber ist eine theoretische und praktische Prüfung: Der Gondelführerschein, den die Vereinigung der Gondolieres abnimmt. Und die ist äußerst kritisch gegenüber den Neulingen des Gewerbes, besonders wenn sie weiblich sind. Dreimal trat die 32-Jährige in den vergangenen Jahren zur Prüfung an – dreimal fiel sie durch. Und fühlte sich jedesmal unfair behandelt. Doch diese Rückschläge lassen Alexandra nur noch hartnäckiger ihr Ziel verfolgen, irgendwann einmal als Gondelfahrerin auf den Kanälen Venedigs ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Der Film beobachtet
Alexandra Hai bei ihrem Kampf gegen venezianische Traditionalisten. Er erzählt in faszinierenden Bildern die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau. Und er zeigt ein Stück venezianischen Alltags jenseits touristischer Klischees.“

Eine Sachse erobert dem imterationalen Kunstmarkt – Judy Lybke

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ndr.de
Der Stasi hat er sein nacktes Hinterteil gezeigt – im übertragenen Sinn, aber auch wortwörtlich: Gerd Harry Lybke (Galerie Eigen+Art) arbeitete als Aktmodell an der Leipziger Kunstakademie und betrieb nebenher die frechste, staatsfernste und innovativste Galerie der alten DDR. Als die Mauer fiel, packte er einen Stapel Zeichnungen zusammen und fuhr in den Westen, verkaufte die unbekannte Avantgarde aus dem Osten wie geschnitten Brot und kehrte heim mit einem Koffer voll Westgeld.“

Grenzenlose Leidenschaft – Kunstsammler und Galeristen in Berlin

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artinwords
„Erst mit der Reichsgründung 1871 wurde Berlin das künstlerische Zentrum – und verdankte diesen Ruf ihren privaten Kunstsammlern und –händlern (siehe auch den Beitrag über den Bankier Wagener). Die 1898 gegründete Berliner Secession mit ihrem ersten Präsidenten Max Liebermann verdankte ihren Erfolg nicht zuletzt den ansässigen Sammlern, Verlegern und Galeristen aber auch den einflussreichen Direktoren der Nationalgalerie Hugo von Tschudi und Ludwig Justi. Dabei kam dem deutsch-jüdischen Großbürgertum eine besondere Rolle zu, was die Autoren auf die Zedaka, das säkularisierte Gebot für Wohltätigkeit, wie den Wunsch nach Anerkennung durch die Förderung von Kunst und Kultur zurückführen. Dennoch war die Anzahl der Förderer der Avantgarde eine überschaubare Gruppe und nicht selten verwandtschaftlich oder geschäftlich miteinander verbunden.“

Celibidaches Erben – Mit dem Rosamunde-Quartett unterwegs

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Der Spiegel
„Donnerstag, 23.00 Uhr, ARD: Der Meister Sergiu Celibidache – der deutsch-rumänische Dirigent starb 1996 – war bekanntlich medienscheu. Seine Jünger, das „Rosamunde Quartett“, das „Sturm-und-Drang-Ensemble“ (wie die „SZ“ schrieb), sind es nicht. In der Dokumentation von Christian Gramstadt präsentieren sich die vier Musiker an schönen Orten und in edlen Posen. Der Zuschauer sieht die Cellistin Anja Lechner durch italienische Boutiquen streifen, den selbstbewußten Andreas Reiner (erste Geige), den Australier Simon Fordham (zweite Geige) japanische Buchstaben tuschen und den Bratschisten Helmut Nicolai beim Boulen vor den Toren seines bayerischen Heims. Hinzu kommen ein Aufenthalt zur Foto-Session im Steinbruch und ein festliches Mahl mit Wein und Safranspeisen in Italien. Die glorreichen Vier – das zeigt der Film mehr als ausreichend – sind gut im Geschäft, und sie sind entsprechend drauf. Wenn musiziert wird, schwelgen die Bilder in Farbspielen und Überblendungen genialisch mit. Selten dringt diese Dokumentation zum Kern der musikalischen Arbeit vor. Leider folgenlos zitiert der Film Celis Bescheidenheitsforderung, die er an seine vier Jünger weitergab: „Nicht soviel vibrieren und Bogen, lieber schlicht und deutsch.“

Flotte Sprüche – Faule Schecks, Chronik eines Bauskandals

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n-tv.de:
Die größten Bauskandale …

Geld für alle – Gibt es eine bessere Welt?

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ndr.de
„Die Finanzkrise ist überall zu spüren. Experten streiten weltweit über das Ausmaß der Folgen. Aber macht es Sinn, nur die Folgen aufzuarbeiten, sich aber nicht um die eigentlichen Ursachen der Krise zu kümmern? Ist das herrschende Finanzsystem eigentlich „gut“? In dem Film „Geld für alle! Gibt es eine bessere Welt?“ von Ulrich Stein und Christian Gramstadt machen sich die beiden Präsentatoren Tobias Schlegl und York Pijahn auf die Suche nach möglichen Alternativen.
Die NDR-Dokumentation zeigt unkonventionelle Ideen und ungewöhnliche, aber praktizierte Modelle zur Krisenabwehr – jenseits der aktuellen Diskussion über Bankenaufsicht, Bonuszahlungen und transparente Finanzprodukte.
So treffen Schlegl und Pijahn den Unternehmer und Visionär Götz Werner. Er will mit dem Konzept des „bedingungslosen Grundeinkommens“ im Zeitalter der wachsenden Arbeitslosigkeit dafür sorgen, dass jeder Mensch von der Geburt bis zum Tod ein gleiches Grundeinkommen bekommt. Damit wäre gewährleistet, dass jeder Bürger am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann. Sie besuchen in Bayern Christian Gelleri und Franz Galler, die Initiatoren von neuen, ergänzenden Regionalwährungen wie dem „Chiemgauer“ und dem „Sterntaler“.
Nicht nur in Deutschland finden Tobias Schlegl und York Pijahn Antworten auf ihre Fragen. York Pijahn reiste in die Vereinigten Arabischen Emirate, weil in der islamischen Welt das Konzept des „islamischen“ Geldwesens immer populärer wird. Hierbei darf das Geld nicht wie im Westen für riskante und oft zweifelhafte Spekulationen eingesetzt werden, sondern nur für nachvollziehbare Investitionen, von der alle Partner gemeinsam profitieren. Ethische Prinzipien gehen vor Profit. Tobias Schlegl fuhr nach Kuba, um zu erfahren, welche Lehren die Regierung dort aus dem Scheitern der Staatswirtschaften in Europa gezogen hat. Am Beispiel der selbstständigen Bauern in Bayeros zeigt der Film die Auswirkungen einer vorsichtigen Öffnung zu mehr Privatwirtschaft. Könnte sie der Ausgangspunkt für ein ganz neues Wirtschaftsmodell sein?“

Der Cup der guten Hoffnung

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Der Tagesspiegel

„Die Jungs von der Straße:
Im schwedischen Göteborg beginnt in der kommenden Woche die Fußball-Weltmeisterschaft der Obdachlosen Peter Ahrens[Göteborg]
Der Tag, an dem er mit seinem Team verloren hat, war der schönste im Leben von Uwe Bröckel. 5:8 gegen Spanien, Bröckel erzielte allein drei Tore. Das war bei der vergangenen Fußball-Weltmeisterschaft vor einem Jahr in Graz. Es war eine besondere Weltmeisterschaft. Das Wort vom Straßenfußballer erhält bei Bröckel und seinen Mitspielern eine ganz neue Bedeutung: Der 33-Jährige lebt in Stuttgart auf der Straße. An diesem Wochenende fährt er mit dem deutschen Team zur zweiten Fußball-WM der Obdachlosen ins schwedischen Göteborg.
Der World Homeless Cup ist eine Aktion von Obdachlosenzeitungen aus der ganzen Welt, und wie bei den Stars sind von Brasilien über England bis zu den Niederlanden alle großen Fußballnationen am Start. Deutschland auch, aber zum Kreis der Titelanwärter gehört die Mannschaft nicht. Im Vorjahr, bei der Premiere in Österreich, wurde man von 16 teilnehmenden Teams Vorletzter – mit null Punkten nach der Vorrunde und einem imposanten Torverhältnis von 4:44 Treffern. 0:14 im Auftaktmatch gegen die Niederlande, 1:8 gegen Südafrika, und dann noch die Sache mit den Trikots: Das „Greenpeace Magazin“ hatte als Sponsor des Teams die Spielkleidung entworfen und sich kühn für die Trikotfarbe Orange entschieden. Als man dann gegen die Niederländer antrat, liefen die selbstverständlich auch in Oranje auf. Die Deutschen mussten sich daraufhin ihre grünen Ersatzjerseys überziehen. „Da haben wir automatisch immer einen Orangefarbenen angespielt“, erinnert sich Bröckel.
In diesem Jahr soll das besser werden. Die Trikots sind diesmal weiß, und Teamchef Reinhard Kellner, der im normalen Leben Diplompädagoge und Geschäftsführer des Dachverbandes der Regensburger Sozialinitiativen ist, hat seine Jungs im Vorfeld sogar ins Trainingslager nach Göttingen beordert. Auch ein Trainer wurde engagiert. Der ehemalige Landesligakicker Dieter Hollnagel aus Schwerin hat mit seinen Schützlingen schon mal ein bisschen das Spielen mit der Bande geübt. Gespielt wird schließlich nach Streetsoccer-Manier mit vier Akteuren auf dem Kleinfeld, Spielzeit: zweimal acht Minuten.
„Mein sportlicher Anspruch hält sich allerdings in Grenzen. Im Mittelpunkt soll ja der Erlebnischarakter stehen“, sagt Kellner. Damit hat er aber die Rechnung ohne seine Spieler gemacht. Bröckel hat jedenfalls der Ehrgeiz gepackt. Und ein taktisches Konzept hat er auch schon: „Wir gucken, dass wir hinten dicht halten, und irgendwie wird uns der liebe Gott vorne schon helfen.“ Damit will die deutsche Mannschaft in diesem Jahr zumindest die Vorrunde überstehen.“ (2004)

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